SP Winterthur-Seen – Berichte der letzten Sektionsversammlungen
Integration –
immer wieder von Neuem
Adel Khalil ist vor kurzem von Zürich nach Winterthur umgezogen. Es ist ihm wichtig, Leute aus Seen kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen. Er hat die SP Seen zu sich nach Hause eingeladen und seine Gäste mit Kulinarischem und Getränken aus seiner Heimat bewirtet. In perfektem Hochdeutsch hat er uns aus seinem spannenden Leben erzählt.
Er wurde 1966 in Amuda geboren, im kurdischen Teil Syriens. Die Primarschule besuchte er in seiner Stadt. Mit dem Wechsel ins Gymnasium machte er die erste Erfahrung mit der Integration. In seiner Klasse waren Moslems, Kurden, Assyrer (Ostchristen) und weitere Volksgruppen. Anschliessend studierte er in Damaskus zwei Jahre Mathematik, erhielt dann ein Stipendium für die damalige Sowjetunion und absolvierte die Ausbildung zum Elektroingenieur in St. Petersburg. Er sei gut aufgenommen worden, obwohl 90% der Studenten Russen waren. Adel Khalil war aktiv in den kurdischen und Syrischen Studentenvereinen. Fremdenfeindlichkeit habe es in der ersten Zeit nicht gegeben. Er erlebte den Wandel mit Gorbatschow. Unter Jelzin sei es dann chaotisch geworden, Rechtsparteien und Nationalismus entstanden. Erste Fremdenfeindlichkeit war spürbar und der Hass gegen Minderheiten wurde geschürt. 1996 kehrte er zurück nach Syrien, sein Stipendium war abgelaufen. Auf dem Flughafen wurde er gleich verhaftet und für zwei Wochen ist Gefängnis gesteckt. Die Gründe dafür hat er nie richtig erfahren. Nach seiner Freilassung ist er illegal ausgereist aus Angst vor einer erneuten Verhaftung.
Nach Aufenthalten in diversen Ländern reiste er 1998 in die Schweiz ein. Auf einem Transitflug stellte er in Zürich einen Asylantrag. Auch diesmal gelang es ihm schnell, sich in der neuen Gesellschaft zu integrieren. In sechs Monaten lernte er deutsch und konnte dann bereits als Übersetzer im Flüchtlingsbereich arbeiten. Nach zwei Jahren erhielt er die Anerkennung als Flüchtling. Von da an war er im sozialen Bereich tätig, als Mediator für die Asylorganisation des Kantons Zürich, als Lehrer, Betreuer und Dolmetscher in Durchgangszentren und anderen sozialen Einrichtungen.
Seit drei Jahren unterrichtet er an Zürcher Fachschule Viventa Mathematik, Naturkunde und Informatik. Er spricht fünf Sprachen perfekt: kurdisch, arabisch, russisch, englisch und deutsch. Adel Khalil ist heute Schweizer Bürger und nimmt aktiv am politischen Leben teil.
Nach dem Essen spielte uns Herr Khalil etwas auf seinen beiden orientalischen Saiteninstrumenten Tambur und Oud vor und sang dazu kurdische Lieder. Er hat sich als Jugendlicher alles selber beigebracht. Sein erstes Instrument hatte er mit einer gefundenen Holzkiste gebastelt.
Anschliessend folgte eine rege Diskussion zum Thema Integration. Der Abend war für uns alle eine Bereicherung.
Beat Böckli, SP Seen
Ein Blick über Winterthur hinaus
Der Bundesplatz in Miniformat, eine unerwartete Fernsicht zum Säntis und in die Glarner Alpen, das unüberhörbare Donnern eines startenden Jets, ein Tresor als handwerkliches Prunkstück im Entree einer Weltfirma und ein schmucker Dorfkern, in dem auch ein alter, kleiner Saustall der Neugestaltung nicht weichen musste. Wer errät, auf welches Zürcher Dorf diese Beschreibung zutrifft?
Zum traditionellen jährlichen 3-SP-Treffen, Seen, Rümlang und Zürich 11, lud dieses Mal die Flughafengemeinde am 23. Oktober ein. Auf der Dachterrasse des Hauses am Dorfplatz mit eindrücklicher Rundsicht empfingen uns unsere Freunde aus Rümlang mit einem Apero. Von diesem Standort aus konnte uns Gemeindepräsident Thomas Hardegger die Gemeindeentwicklung anschaulich vor Augen führen. Der anschliessende Spaziergang durchs Dorf zeigte uns noch diese und jene überraschende Seite des Ortes. Kaum jemand unter uns erwartete, dass das Haus mit Treppengiebel, das zum alten Dorfkern gehört, sich als Neubau rausstellen würde. Am Ende unseres Rundgangs standen wir am Eingang der Weltfirma Kaba, ein Unternehmen mit einer 146-jährigen Geschichte, das heute weltweit 8000 Mitarbeitende in mehr als 60 Ländern zählt. Gegründet wurde es 1862 vom Kassenschrankbauer Franz Bauer, deshalb der Name Kaba. Die Produktpalette von Kaba umfasst heute Sicherheitslösungen vom Türschloss bis zu elektronischen Zutrittssystemen. Höhepunkt unseres Treffens aber war die Führung durch das firmeneigene Museum, das einen Querschnitt durch Schliesssysteme über Jahrtausende zeigt. Das gemeinsame Pizza- und Pasta-Essen gab Gelegenheit, über Probleme und Anliegen einer Flughafengemeinde zu diskutieren, etwa das Thema Flugverkehr und die damit verbundenen Baubeschränkungen auf der einen Seite, auf der anderen aber auch die Nähe zum internationalen Transportsystem, was besonders von Firmen wie Kaba geschätzt wird. Jede Entwicklung hat bekanntlich immer mehrere Seiten; die SP steht ein für Fortschritt, soziale Sicherheit und gerechte Verteilung, in diesem konkreten Fall Fluglärm.
SP Seen, Andres Wiederkehr
Ein spannender Abend
mit Jacqueline Fehr
Ein Runder Tisch mit unserer Nationalrätin Jaqueline Fehr verspricht den Teilnehmenden immer einen Strauss aktueller politischer Informationen und spannende Diskussionen. Die Sektionsversammlung der SP Seen am Abend des 25. November 2008 liess denn auch an nichts mangeln. Ein voller Saal im Restaurant Trotte, unter den Anwesenden auch unser Stadtpräsident, nutzte die Gelegenheit für einen intensiven Austausch über aktuelle Themen.
In ihrem Eintretensreferat ging Jaqueline Fehr auf die parteiinterne Entwicklung ein. Dem schob sie ihre Meinung zur Affäre Näf, zur bevorstehenden Bundesratswahl und zur weltweiten Finanzkrise mit dem Hilfspaket für die UBS nach. Schnelllebig ist die Politik! Einiges des Gesagten ist heute bereits wieder Schnee von gestern; der Bundesrat ist wieder vollständig; die UBS erhält ihre Finanzspritze ohne Auflagen, ein Skandal; mit dem speditiven Umsetzen eines Konjunkturbelebungsprogramm tun sich Bundesrat und Parlament schwer. Betreffend Lehren aus der Finanzkrise erwartet Jaqueline Fehr, dass sich eine Demokratisierung der Wirtschaft durchsetzen wird und gesetzliche Rahmenbedingungen für bessere Kontrollen der Finanzentwicklungen geschaffen werden.
Wichtig bleibt, was Jaqueline Fehr zu den Schwerpunkten der SP für die laufende Legislatur ausführte. 3 Bereiche stehen im Vordergrund. 1. Soziale Gerechtigkeit heisst für die SP keinen Rentenabbau, solide Absicherung der Sozialwerke AHV, Arbeitslosenversicherung und IV, Perspektiven schaffen für die junge Generation durch Stärkung der Berufsbildung und Ausbau von Tagesschulen, Krippenplätzen und des Stipendienwesens. 2. Die Kaufkraft der Arbeitenden muss erhalten bleiben durch höhere Einkommen, Lohngleichheit und faire Steuern, unterstützt mit dem Kampf gegen Preiserhöhungen für Strom, Medikamente, Lebensmittel, Mieten und für bezahlbare Krankenkassenprämien. Die Wirtschaftslage erfordert dringend die Umsetzung eines Investitionsprogramms zur Konjunkturbelebung und Arbeitsplatzsicherung. 3. Die Energieversorgung muss gesichert werden durch das Fördern von Energieeffizienz und erneuerbarer Energien, nicht durch den Bau neuer AKWs. Die Abhängigkeit von Öl, Gas und Nuklearenergie ist zu reduzieren; Gebäudesanierungen sind zu fördern. Investitionen im erneuerbaren Energiesektor schaffen Arbeitsplätze und generieren Wertschöpfung für die Schweiz. Da besteht Nachholbedarf. Ein Vergleich mit der süddeutschen Nachbarregion zeige deutlich, dass die Schweiz den Zug bisher verschlafen habe, bemerkten Anwesende.
Der Runde Tisch war sich einig: Die SP liegt mit ihren Kernanliegen richtig. Sie muss aber klar und verständlich machen, wo sie steht und für was sie einsteht, muss aktuelle Themen auf diese Kernanliegen bringen und sich engagiert auf die kommenden Wahlen vorbereiten.
Für die SP Sektion Seen, Andres Wiederkehr
Senda Sursilvana „Star der Höhenwege“
Deutsch „Fusspfad ob dem Wald“
Der Senda Sursilvana, nach der Talschaft Surselva, oder auf deutsch Bündner Oberland genannt, enthält alles was das Bergwandern attraktiv, vielseitig und naturnah macht. So machten sich einige Mitglieder der SP Seen im Herbst auf den Weg nach Rabius und wanderten auf dem Senda in zwei Tagen nach Flims Waldhaus. Die Wandergruppe fand auf dem Höhenweg eine echte Herausforderung. Bergpfade, Flur- und Forstwege, Bachüberquerungen mit und ohne Steg und wo keine Alternative zur Verfügung stand sogar unbeliebte Asphaltstrassen. Was der Senda Sursilvana auch abverlangte, war einiges an körperlicher Kondition. Die Naturerlebnisse wechselten sich ab mit kulturellen Sehenswürdigkeiten.
Die erste Etappe führte uns von Rabius über Trun, Schlans, Brigels nach Waltensburg ins Hotel Ucliva. Die Corporaziun Ucliva wurde in den 70er Jahren gegründet. Diese hatten sich zum Ziel gesetzt, den Verkauf von Agrarland durch die Gemeinde an eine Deutsche Grossbank zu verhindern und selbst die Initiative im Kampf gegen die damalige Abwanderung zu ergreifen
Im Vordergrund stand dabei die Schaffung und Erhaltung des intakten Orts- und Landschaftsbildes – sprich „sanfter Tourismus“. Unter diesem Vorsatz entstand das Projekt „Hotel Ucliva“, welches 1983 eröffnet wurde.
Heute umfasst die Genossenschaft rund 1200 Mitglieder, darunter natürlich auch die SP Sektion Seen. Die Corporaziun Ucliva bezweckt nebst der Förderung eines umweltschonenden Tourismus auch die Anwendung ökologischer Grundsätze bei Bau und Betrieb sowie die Verwendung erneuerbarer Energien. So verfügt das Hotel über einen Warmwasserspeicher, der primär durch die Wärmerückführung der Kühl- und Tiefkühlanlagen gespiesen wird. 100 m2 Sonnenkollektoren bringen weiteres Warmwasser hinzu. Den Rest übernimmt seit 1996 eine Holzschnitzel-Heizung.
Bereits in den 80er Jahren legte die Corporaziun Ucliva Wert auf den Einkauf in der Region, den Gebrauch von umweltgerechten Produkten sowie die Verwendung von Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Nebst den Produkten aus der Region verwendet die Küchenchefin deshalb wo immer möglich und sinnvoll biologische Produkte. Eine gesunde Küche ist genauso wichtig wie der schonende Umgang mit den vorhandenen Ressourcen!
Nach einem ausführlichen Bio Zmorge wanderten wir weiter über die Jörgenburg in Richtung Ruein. Dort nahmen wir die Rhätische Bahn bis nach Versam. In der Riunaulta marschierten wir weiter Rheinabwärts. Nach der Überquerung einer Eisenbahnbrücke begann der anstrengende Aufstieg nach Conn. Die Anstrengung wurde entschädigt mit der wunderbaren Aussicht von der neuen Plattform in Richtung Rheinschlucht.
Auf der letzten Etappe durch den Wald in Richtung Flims Waldhaus, erscheint plötzlich der traumhafte Caumasee. Ein lohnendes Ziel auch im Sommer, wenn der See zum Bade einlädt. Bei einem kühlen Bier in der neu gegründeten Brauerei Surselvabier endete ein schöner Ausflug. Eine Wanderung auf dem Höhenweg Sursilvana können wir nur weiterempfehlen.
http://www.wandersite.ch/Sursilvana.html
Für die SP Seen edi w.
Bericht zu den Ausführungen zum Hochwasser
durch Stadtrat Walter Bossert und Ueli Siedler, Leiter Stadtentwässerung
Am 8. August 2007 hat der Chrebsbach das Areal um das Schulhaus Oberseen überschwemmt und Schäden um 750 000 Franken verursacht. Die Sanierungsmassnahmen sind bis auf die Turnhalle abgeschlossen. Hier nimmt man Rücksicht auf die meisterschaftsfreien Zeiten der in der Halle trainierenden Unihockeyclubs Red Ants und Rychenberg.
Einleitend weist Ueli Sieber darauf hin, dass es die Menschen seit jeher an die Gewässer gezogen hat und sie dort ihre Handwerkerbetriebe und Siedlungen errichtet haben. Die Fliessgewässer, welche regelmässig über die Ufer getreten sind, mussten hochwassersicher ausgebaut werden und können im Siedlungsgebiet nicht mehr in ihren ursprünglichen Zustand gebracht werden. Revitalisierungen und Renaturierungen sind also nur unter Berücksichtigung des Hochwasserschutzes möglich.
Im Zusammenhang mit der Hochwasserproblematik erläutert U. Sieber die Situation der Altstadt, die teilweise durch Hochwasser der Eulach gefährdet ist. Betroffen sind dort neben den Unterführungen insbesondere diverse Keller, in denen häufig Haustechnik, Lager und Läden untergebracht sind und die daher ein grosses Schadenpotential aufweisen. Ein geplanter Rückhalteraum in Hegmatten soll die Gefahr entscheidend senken. Dessen Realisierung liegt im Zuständigkeitsbereich des Kantons. Anhand eines Ausschnittes aus der Gefahrenkarte (siehe auch Online-Karten auf www.gis.zh.ch) erläutert U. Sieber die Problematik in Oberseen. Gelbe Einfärbungen zeigen Gebiete mit geringer Gefährdung (Hinweisbereich) und blaue solche mit mittlerer Gefährdung (Gebotsbereich), in welchen mit Schäden an Gebäuden zu rechnen ist; Personen aber höchstens ausserhalb von Gebäuden gefährdet sind. Blaue Gebiete befinden sich im Bereich des Bauernhofs Isliker und beim Schulhaus Oberseen.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Überschwemmung des Schulhauses Oberseen keine Überraschung darstellte. Die getroffenen Vorkehrungen beim Bau des Schulhauses genügten gemäss Berechnungen für Regenfälle, wie sie maximal alle 20 bis 30 Jahre einmal vorkommen. Ein höheres Schutzziel hätte Kosten von drei Millionen Franken verursacht und trotzdem keine absolute Sicherheit gebracht. Da nicht mit Personenschaden gerechnet werden muss, war das Risiko nach Entscheid des Stadtrates tragbar. Mit den angrenzenden Nachbarn wurden Verträge bezüglich der Folgeschäden abgeschlossen, zusammen mit der Feuerwehr ein Notfallkonzept
erarbeitet.
Vermutete Ursachen der Überschwemmung sind der Durchlass beim Damm, der für einen Wasserlauf von 6m3/sec ausgelegt ist. Bei einem Extremereignis gehen Berechnungen allerdings von bis zu 14m3/sec (Hochwasser alle 100 Jahre) aus. Die Versiegelung des Bodens mag einen Einfluss auf die Hochwasserspitze haben, der aber generell überschätzt wird. U. Sieber zeigt, dass die Versiegelung im vorliegenden Fall höchstens eine untergeordnete Rolle spielt, da das Einzugsgebiet des Chrebsbaches vor allem aus Waldgebiet und nur sehr wenig besiedeltem Gebiet besteht. Fakten sind ein Extremniederschlag von 54mm innert 24 Stunden, Geschiebematerial das den Durchfluss verstopfte und ein fehlendes Notfallkonzept (Sandsäcke nicht mehr vorhanden, Feuerwehr wusste von nichts).
Als Konsequenz aus dem Ereignis muss in erster Priorität das Geschiebe mit massiven Holzrechen so weit möglich vom Durchlass ferngehalten und nötigenfalls rasch wieder entfernt werden, gezielte Objektschutzmassnahmen sollen das Eindringen von Wasser ins Schulareal verhindern, das Notfallkonzept ist zu reaktivieren und falls dies nicht genügt, soll eine Möglichkeit geschaffen werden, dass das Wasser ins angrenzende Wiesland entweichen kann, wo der finanzielle Schaden weit geringer ist. Die Vorschläge liegen im Entwurf vor. Anstehend sind nun deren Bereinigung mit Auftraggebern und Gebäudeversicherung. Anschliessend müssen die Vorschläge vor den Stadtrat. Um für das nächste Hochwasser gerüstet zu sein, sollen die Massnahmen im Laufe des Frühlings umgesetzt werden.
Die SP Seen dankt den beiden Herren für die interessanten Ausführungen. Die Meteoberichte werden bis im Herbst hoffentlich immer stimmen.
Irene Spörri
Veranstaltung der SP Seen
zum Thema Fluglärm Ost
Jeder
Stuhl im Saal des Restaurants Rössli in Seen war am Abend des
24. Januars 2007 besetzt. Kein Wunder – vom Thema Fluglärm
Ost sind die Einwohnerinnen und Einwohner von Seen betroffen und
beunruhigt. Die Betroffenheit war auch während der ganzen öffentlichen
Veranstaltung, zu der die SP Seen einlud, zu spüren. Mit einem
Blick in die Vergangenheit, in die Gegenwart und in die Zukunft führte
uns der Co-Präsident von Bürgerprotest Fluglärm Ost,
Ralph Weidenmann, mit einem spannenden Referat in das Thema ein.
Die zahlreichen Abflugs- und Anflugsroutenkarten veranschaulichten,
was die Anwesenden jeden Tag sehen und hören können: Die
unzähligen startenden und landenden Flugzeuge, die Seen überfliegen.
Nachdem Weidenmann den Teilnehmenden die gekündigte Vereinbarung
zwischen der Schweiz und Deutschland und die Änderungen im Flugverkehr
erklärt hatte, warf er einen Blick in die Zukunft. Dass er von
dem Sachplaninfrastrukturluftplan (kurz SIL), geschweige denn von
Regierungsrätin und Unique Verwaltungsrätin Rita Fuhrer,
nicht viel hält, wurde schnell klar. Der SIL beinhaltet 19 Varianten,
wie in Zukunft die Anflüge und Abflüge verteilt werden können.
Für den Fluglärm Bürgerprotest Ost kommen nur Varianten
in Frage, die keinen Pistenausbau erfordern. Ein Pistenausbau der
Piste 28 würde eine Verstärkung des Flugverkehrs im Osten
nach sich ziehen. Die Anwesenden interessierte sicherlich vor allem
auch eins: wie man sich wehren kann. Weidenmann zeigte verschiedene
Varianten des Protestes auf: sei dies in Form eines Rekurses bis nach
Bundesbern oder eines Protestschreibens, in Form einer Teilnahme an
einer Kundgebung oder durch Unterstützung der eingereichten Volksinitiative,
die eine Plafonierung bei 250 000 Flugbewegungen pro Jahr und eine
Nachtruhe von neun Stunden fordert.Nach einer informativen Erläuterung
seitens Weidenmanns begann eine engagierte Diskussion – die
Betroffenen selbst wollten sich zu Wort melden und ihrem Ärger
und ihrer Beunruhigung Luft machen.
Der Co-Präsident von Bürgerprotest Fluglärm Ost und
Richi Harlacher, anwesender Skyguide und Mitglied der SP, beantworteten
ausführlich die Fragen aus dem Publikum. Dabei wurde auch die
Plafonierungsinitiative erwähnt, die voraussichtlich im Sommer
zur Abstimmung kommt. Eine Begrenzung nach oben wäre ein klares
Zeichen gegenüber den Flughafenbetreibern, dass die Bevölkerung
eine Limite der Flugbewegungen möchte und den weiteren Ausbau
nicht einfach so duldet. Verschiedene Voten aus dem Publikum zeigten,
dass nicht nur der Lärm eine Belästigung und Einschränkung
darstellt, sondern dass auch die Luftverschmutzung durch den Flugverkehr
nicht vor Seen Halt macht.
Auch wenn nach dem Ende der Veranstaltung der Fluglärm nicht
leiser geworden ist, so hofft die SP Seen dennoch, dass für die
Teilnehmenden einige Fragen geklärt worden sind.
Mattea Meyer
Kantonsratskandidatin der SP Seen
Führung durch den Stadtkreis Seen
Mit
einer Führung durch den Stadtkreis Seen ist die Sozial¬demokratische
Partei aus Seen in das Wahljahr 2006 gestartet. Stadtpräsident
Ernst Wohlwend, Schulstadträtin Pearl Pedergnana und Werkvorsteher
Walter Bossert zeigten uns Seen aus Regierungssicht.
Bei der Kanzleiturnhalle erläuterte Stapi Wohlwend den zahlreich
erschienen Bürgerinnen und Bürgern das kulturelle Angebot
Seens.
Die vom Ortsverein verwaltete alte Turnhalle wurde im letzten Jahr
mit einer neuen, grösseren Küche versehen. Somit können
wieder regelmässig Veranstaltungen wie Jazzkonzerte, Theater
oder private Anlässe stattfinden. Deshalb setzt sich die SP für
ein attraktives Angebot an kulturellen und sportlichen Anlagen ein.
Denn sinnvolle Freizeitgestaltung ist ein fester Bestandteil unserer
Lebensqualität.
Wie Seen im Zentrum noch attraktiver werden könnte, wurde gefragt.
Die Kanzleistrasse beruhigen, Umbauen in eine Art Boulevard mit Strassencafés.
Auch die Abseits stehenden städtischen Institutionen, wie die
Kreisbibliothek oder die Ludothek könnte das Zentrum positiv
beleben.
Bei einem Halt vor der Untervogtei wurde erläutert wieso der
Stadtrat der Meinung ist, das Betreibungsamt in Seen müsse aus
Spargründen geschlossen werden. Bei dieser Frage waren nicht
alle der Anwesenden mit dem Stadtrat einer Meinung.
Wie das Naturschutzkonzept in Seen umgesetzt wird, erläuterte
uns Stadtrat Walter Bossert. Im nahen Eschenbergwald werden Biotope
ausgehoben, die der Vernetzung der Amphibien dienen. Auch bieten unsere
Wälder und Aussichtpunkte kostenlose Naherholungs¬möglichkeiten.
Diese Grünflächen müssen erhalten und gepflegt werden.
Auch der Zugang zu unseren Bächen muss für alt und jung
besser ermöglicht werden.
Im Schulhaus Oberseen angekommen übernahm Pearl Pedergnana das
Zepter. Die Schulpolitik ist für die Stadträtin eng verbunden
mit Familienpolitik und Integrationspolitik. Die Organisation der
Familie ist in starkem Masse abhängig vom Angebot der Schule.
In der Schule steht für sie das Kind stets im Mittelpunkt. Immer
wieder besucht sie den Unterricht in verschiedenen Klassen Winterthurs,
natürlich auch in Winterthur-Seen. Es ist für sie erfreulich,
wie motiviert die Lehrpersonen sind und wie abwechslungsreich der
Unterricht gestaltet wird.
Zum Abschluss des interessanten Quartierrundganges konnten wir bei
einem Apéro, noch miteinander diskutieren. Auch wenn das Wetter
kalt war, hat es sich gelohnt an einem Sonntagmorgen zusammen mit
Ernst Wohlwend, Pearl Pedergnana und Walter Bossert, Seen zu erkunden.
Für die SP Seen: Edi Wettstein
Führung durch das Stadthaus von Winterthur
Im würdigen Rahmen des Winterthurer
Stadthauses ist die Sozialdemokratische Partei aus Seen in das Wahljahr
2003 gestartet. Der Stadtpräsident Ernst Wohlwend führte
seine Sektion durch den altehrwürdigen Semperbau.
Das Stadthaus von Winterthur wurde durch Gottfried Semper in den Jahren
1865-1869 erstellt. Jener Bau war zwei Fensterachsen kürzer als
der heute bestehende. Den hohen Ansprüchen der architektonischen
Bedeutung und der Repräsentation des Gebäudes entsprechend
waren am Süd und am Nordflügel Figuren angebracht. Wegen
der starken Verwitterung dieser Figuren wurden diese bereits 1914
aus Sicherheitsgründen herunter geholt und nie mehr ersetzt.
Eine dieser Figuren steht heute im Stadtarchiv, durch das der Stapi
ebenfalls führte. Der Konzertsaal diente lange Zeit als Gemeinderatssaal,
in diesem Saal bestimmte früher die Winterthurer Bevölkerung
über die Geschäfte der Stadt. Auch ist es unvorstellbar,
dass einmal die ganze Stadtverwaltung in diesem Gebäude Platz
fand. Gegenwärtig arbeiten noch die Stadtkanzlei, zwei Stadträte
und eine Stadträtin mit ihren Departementsekretariaten im historischen
Gebäude.
Der deutsche Baumeister und Architekt Semper erbaute auch in historischem
Stil das Opernhaus in Dresden, in Wien die neue Hofburg und das Burgtheater.
Das Winterthurer Stadthaus benötigt dringend eine Aussenrenovation,
der Berner Sandstein weist an der Fassade enorme Witterungsschäden
auf, Teile des Baus bröckeln und sanden langsam vor sich hin.
Eine gründliche Sanierung der Fassade würde etwa 7,5 Mio.
Franken kosten, was bei der heutigen Finanzlage ein grosser Brocken
ist.
Nichts desto trotz wäre es wünschenswert, wenn auch Winterthur
im Jahr 2003 mit der werterhaltenden Renovation beginnen könnte.
Übrigens: Gottfried Semper geboren am 29. November 1803 würde
in diesem Jahr seinen 200 Geburtstag feiern, es wäre schön
Winterthur könnte mitfeiern.
Für die SP Seen: Edi Wettstein
Sektionsversammlung zum Thema Verfassungsrat
Die Verfassung des eidgenössischen
Standes Zürich vom 18. April 1869, die Kantonsverfassung wird
einer Totalrevision unterzogen. Zuständig für die neue Kantonsverfassung
ist der Verfassungsrat. Dieser wurde am 18. Juni 2000 gewählt
und umfasst 100 Mitglieder. Einer davon ist Walter Baumann aus Oberwinterthur,
er referierte an einer Versammlung der SP Sektion Seen. Die Kantonsverfassung
ist die auf die Bundesverfassung abgestimmte rechtliche Grundordnung
des Kantons Zürich. Die Verfassung soll der Bevölkerung
den Kanton verständlich und das Handeln der staatlichen Organe
voraussehbar machen.
Die wichtigsten inhaltlichen Vorgaben für die staatliche Aufgabenerfüllung
bilden die Grundrechte. Sie umschreiben die Rechtsstellung der Bürgerinnen
und Bürger und bilden gleichzeitig Schranken für die staatlichen
Tätigkeiten. Dadurch erfüllen sie die erwünschte Funktion
der Machtbegrenzung.
Die Lenkungskraft der Kantonsverfassung ist erheblich:
Die dem oder der Einzelnen zustehenden Grundrechte, Sozialrechte und
politischen Rechte und die den Bürgerinnen und Bürgern auferlegten
Pflichten. Die Gliederung des Kantons, die Behördenorganisation,
die Definition der öffentlichen Aufgaben. Die Vorgaben bezüglich
Erhebung von Steuern und anderen Abgaben. Im Rahmen der Totalrevision
der Kantonsverfassung werden die bestehenden Vorgaben aus heutiger
Sicht auf ihre Zukunftstauglichkeit hin überprüft –
ein interessanter Prozess, der breite Beteiligung verdient!
Die Sachkommissionen sind seit
Anfang 2001 intensiv an der Arbeit. Walter Baumann präsidiert
die Kommission Finanzordnung. Es geht unter andern um die Budgetkompetenz
des Kantonsrates, den Finanz- und Lastenausgleich und die Steuererhebungskompetenz.
Die Steuern sind abschliessend bis zur Hundesteuer in der Verfassung
aufgezählt. Der Verfassungsrat unterbreitet bis spätestens
2005 den Entwurf der neuen Kantonsverfassung dem Volk. Wird dieser
Entwurf abgelehnt erarbeitet der Verfassungsrat innert eines Jahres
einen neuen Entwurf. Wird auch dieser abgelehnt, so ist die Totalrevision
gescheitert.
Es entsteht von Seiten der SVP schon heute Opposition gegen den neuen
Entwurf, warten wir einmal die Vernehmlassung ab erst dann kann man
die neue Verfassung noch breiter diskutieren.
Übrigens die Sitzungen des Verfassungsrates sind öffentlich.
Die Sitzungsdaten und den Ort der Verhandlungen findet man unter www.verfassungsrat.zh.ch
Für die SP Seen
Edi Wettstein
ein Seemer führt als Zürcher Stadtrat
durch einen neuen Stadtteil.
Im Frühling wählte
die Stadt Zürich einen Seemer zum neuen Stadtrat. Martin Waser
ist an der Stockemerbergstrasse aufgewachsen und hat die Jugend
in Winterthur verbracht. Später zog er nach Zürich, wo
er als Lehrer arbeitete, eine Familie gründete und sich politisch
engagierte. Die SP Seen hat ihm zu seiner Wahl in den Stadtrat gratuliert
und nach Seen eingeladen. Anlässlich der Wahlfeier für
unseren Stadtpräsidenten Ernst Wohlwend konnten die Seemer
SP-Leute Martin Waser kennen lernen. Auch wenn er aus Seen stammt;
weder die Landvogt Waser-Strasse noch die Bushaltestelle Waser sind
nach ihm benannt.
Am Samstag 26. Oktober reisten
die Mitglieder der SP Seen nach Oerlikon. Zusammen mit zwei anderen
SP-Sektionen wurden wir mit Zürich-Nord bekannt gemacht. Als
kompetenter Führer zeigte Stadtrat Martin Waser uns ein grosses,
neu entstandenes Quartier. Ähnlich wie in Winterthur in das
Sulzer-Areal, konnte man hier vor wenigen Jahren nur als Mitarbeiter
einer der grossen Industriebetriebe eintreten. In der Zwischenzeit
sind die Portierschranken gewichen und die Bevölkerung nimmt
das Areal in Beschlag. Einkaufszentren, Klein- und Mittelbetriebe
und Wohnhäuser sind gemischt erstellt worden. Sehr beeindruckt
waren wir Besucher vom dreidimensionalen Park. Tatsächlich
steht da ein Gerüst aus verzinkten Stahlprofilen, das langsam
von Schlingpflanzen überwachsen wird. Auf den verschiedenen
Plattformen lässt sich bestens ruhen und die Aussicht geniessen,
aber auch kleine Konzerte organisieren. Das Zusammenwirken von Stadt,
Quartiervereinen, Grundbesitzern und Betrieben hat Früchte
getragen. Neue moderne Kleinbetriebe, günstige und luxuriöse
Wohnungen gehen eine Symbiose ein. Das Quartier wirkt offen und
wir Seemer wünschten, dass auch in den Winterthurer Industriearealen
ähnliches entstehen kann.
Beim anschliessenden Nachtessen
mit unseren Zürcher und Rümlanger Parteifreunden wurden
die Eindrücke diskutiert die uns die Führung gemacht hat.
Bald allerdings wurde auch der leidige Fluglärm, der nun so
intensiv über die Seemer Aussenwachten braust, zum Thema das
wir mit den Rümlangern teilen. Als alle andern aufgebrochen
waren, habe ich mit Martin Waser noch lange in Erinnerungen an Seen
und Winterthur geschwelgt. Hugo Buchs, Kantonsrat
SP Seen.
Bericht aus der SP Rümlang
Auf Einladung der SP Zürich
11 trafen sich am letzten Samstag im Oktober über 50 Mitglieder
und Sympathisanten der drei SP Sektionen Zürich 11, Seen und
Rümlang zu einem Rundgang durch das Zentrum Zürich Nord.
Unter fachkundiger Führung des Zürcher SP Stadtrates Martin
Waser ging es zu Fuss vom Bahnhof Oerlikon während zweier Stunden
durch alte und neu gebaute Gebiete des boomenden Stadtteils. Da
Martin Waser selber aus Zürich Nord kommt, wusste er allerlei
interessante Details zu den neu entstandenen Gebäuden, Strassen
und Parks zu berichten. Auch die Hintergründe zu Entscheiden,
warum und wie was geplant und realisiert wurde, waren sehr spannend.
Am meisten zeigten sich die Teilnehmenden aber vom „Parkhaus“
beeindruckt. Denn hinter diesem Namen verbirgt sich nicht etwa eine
weitere der zahlreichen Autoeinstellhallen. Vielmehr handelt es
sich dabei um einen weltweit einzigartigen Park, der von einer dreigeschossigen
Metallkonstruktion umgeben ist, an der verschiedenste Pflanzen hochwachsen.
Zur Zeit sind noch viele Lücken im Grün sichtbar. Schon
in wenigen Jahren werden die Pflanzen aber soweit gediehen sein,
dass der Eindruck eines kompakten grünen Hauses rings um den
Park entstehen wird.
Neben den neuen Pärken sind in Zürich Nord aber auch viele
neue Gebäude entstanden. Durch planerische Massnahmen konnte
ein ausgewogener Mix zwischen Büro- und Wohngebäuden erreicht
werden. Im Wohnungsangebot sind einige exklusive Lofts für
doppelverdienende, kinderlose Paare und einige subventionierte Familienwohnungen
enthalten. Dank vorbildlicher Zusammenarbeit mit den Genossenschaften
sind die Mehrzahl der neu erstellten Objekte aber Wohnungen für
den Mittelstand, mit Preisen um 2000 Franken für eine Vierzimmerwohnung.
Mit einem abschliessenden gemeinsamen Nachtessen im Restaurant Landhaus
in Seebach ging das interessante Treffen zu Ende. Dabei wurde auch
die Gelegenheit rege genutzt, die Meinungen der anderen Sektionen
zu umstrittenen gesellschaftlichen und politischen Fragen kennen
zu lernen. Dabei waren naturgemäss Themen besonders interessant,
in welchen die beiden Nachbarn Stadt Zürich und Rümlang
unterschiedliche Interessen haben. SP Rümlang.
Am letzten Oktobersamstag konnten wir von der SP
Zürich 11 beim Bahnhof Oerlikon je eine Delegation der SP Winterthur
Seen und der SP Rümlang zu einer Führung durchs Zentrum
Zürich Nord begrüssen.
Die Idee dieses Treffens war, anstatt dass Martin Waser, unser neuer
Stadtrat, die Sektionen besucht, diese in sein Gebiet kommen.
Etwa fünfzig Leute liessen sich von ihm die alten und neuen
Gebäude, Strassen und Parks zeigen und erklären. Auch
die Geschichten dazu, wie alles geplant und realisiert wurde, waren
spannend und interessant.
Nach zwei Stunden zogen wir uns müde ins Restaurant Landhaus
in Seebach zurück und liessen uns das Nachtessen schmecken.
Es war eindeutig ein gelungener Anlass und wir von der SP Zürich
11 freuen uns auf eine Gegeneinladung der andern zwei Sektionen.
Heidi Egger. SP Zürich 11.
Quartier-Rundgang
der
SP Winterthur-Seen
"Begleiten Sie uns auf einem
Spaziergang durch Seen", hieß es auf der Einladung zum
Quartierrundgang, der von der SP Winterthur-Seen organisiert wurde.
Mehr als 30 Interessierte machten sich mit der Stadträtin Pearl
Pedergnana, Stadtrat Ernst Wohlwend, dem Stadtratskandidaten Walter
Bossert auf den Weg. Beim Bahnhof Seen begrüßte Beat
Böckli, die Anwesenden. Danach informierte Walter Bossert über
die aktuelle Entwicklung des öffentlichen Verkehrs im Zürcher
Verkehrsverbund.
Nach einem kurzen Spaziergang durften wir im Spitex-Zentrum Interessantes
über die Spitex aus erster Hand erfahren. Ernst Wohlwend, Vorsteher
des Departements Soziales und Kandidat für das Stadtpräsidium
mochte die Zuhörenden mit seinen interessanten Äußerungen
zu fesseln.
Beim Sportplatz Steinacker berichtete Pearl Pedergnana, Vorsteherin
des Departement Schule und Sport über ihre Visionen im Breitensport.
Sie wird sich vor allem für größere Angebote im
Frauensport einsetzen. Weiter hofft sie auf einen warmen Winter,
damit die Eishalle zum geplanten Zeitpunkt fertig wird.
Durch die Hofmannstrasse schlenderten wir zur Rössligasse.
Dort erfuhren wir von Gemeinderat Edi Wettstein Geschichtliches
über die renovierte Untervogtei. Der zweigeschossige Giebelbau
mit den unregelmäßig verteilten Fenstern wird mit Recht
als Untervogthaus bezeichnet. Der bedeutendste Untervogt war Hans
Hofmann der 1648 an die Obrigkeit von Zürich das Gesuch zur
Erbauung der reformierten Kirche stellte, die 1649 eingeweiht wurde.
Im selben Haus befinden sich heute die Ludothek, eine Bibliothek
und das Restaurant Rössli.
Auch haben der Stadtammann und die Friedensrichterin ihr Büro
an der Rössligasse 11. Danach lud uns die Friedenrichterin
Karin Fischer Huber in ihr Büro ein, einem der schönsten
Räume der Untervogtei, in dem unter anderem ein alter Kachelofen
zu bewundern ist. Sie erzählte den Anwesenden aus ihrer Arbeit
als Friedensrichterin. Das ehemalige Gefängnis, das nun dem
Amt nun als Archiv dient, konnte auch besichtigt werden. Vor allem
die wunderschöne gotische Decke und das antike Schloss an der
Türe sind sehenswert.
Unser Weg führte uns nun zum Jugendtreff Sternen. Dort interviewte
Barbara Sennhauser, ihren Partner Roger Sennhauser, der Präsident
des Trägervereins Sternen ist. Sennhauser durfte berichten,
dass der Jugendtreff sehr gut besucht wird, auch konnten die Betriebszeiten
erweitert werden und die Arbeit im Treff teilen sich eine Sozialarbeiterin
und ein Sozialarbeiter. Barbara Sennhauser, die im Jugendsekretariat
arbeitet, konnte anschaulich aufzeigen, wie wichtig ein gutes Freizeitangebot
für Jugendliche ist, denn so können viele Probleme schon
sehr früh aufgefangen werden. Ernst Wohlwend informierte über
die mobile Jugendarbeit, die ihre Arbeit, ergänzend zum Jugendtreff,
im Januar in Seen aufnimmt. Unser nächster Halt, beim alten
Schulhaus am Sägeweg, verband Geschichte mit der heutigen Schule.
Bea Helbling, Schulpflegerin, berichtete, dass man die "alte
Schule," im 17 Jh. als Blockständerbau wie ein gewöhnliches
Wohnhaus erbaute. Später wurde die Schule zum Gemeindehaus,
zur Nähschule und beherbergte den ersten Kindergarten, mit
über 55 betreuten Kindern. Zur Zeit der "alten Schule"
wurden dort alle Kinder aus Seen und den umliegenden Weilern unterrichtet.
Heute haben wir in Seen und den Außenwachten acht Schulhäuser,
in denen etwa 1650 Schülerinnen und Schüler zur Schule
gehen.
Zum Abschluss des Rundganges machten wir uns auf zum neuesten Schulhaus
von Seen, dem Schulhaus Oberseen. Eifrig wurde auf dem Weg zum Apéro
und im Hort des Schulhauses weiterdiskutiert. Während dem Umtrunk
fanden die Interessierten, die uns auf dem Rundgang begleitet haben,
Zeit für Fragen an die Anwesenden.
Ein gelungener Rundgang der nicht nur vor allfälligen Wahlen
stattfinden sollte. Vorstand der SP Seen.

