"Begleiten Sie uns auf einem Spaziergang durch Seen", hieß es auf der Einladung
zum Quartierrundgang, der von der SP Winterthur-Seen organisiert wurde.
Mehr als 30 Interessierte machten sich mit der Stadträtin Pearl Pedergnana,
Stadtrat Ernst Wohlwend, dem Stadtratskandidaten Walter Bossert auf den
Weg. Beim Bahnhof Seen begrüßte Beat Böckli, die Anwesenden.
Danach informierte Walter Bossert über die aktuelle Entwicklung des
öffentlichen Verkehrs im Zürcher Verkehrsverbund.
Nach einem kurzen Spaziergang durften wir im Spitex-Zentrum Interessantes
über die Spitex aus erster Hand erfahren. Ernst Wohlwend, Vorsteher
des Departements Soziales und Kandidat für das Stadtpräsidium
mochte die Zuhörenden mit seinen interessanten Äußerungen
zu fesseln.
Beim Sportplatz Steinacker berichtete Pearl Pedergnana, Vorsteherin des
Departement Schule und Sport über ihre Visionen im Breitensport.
Sie wird sich vor allem für größere Angebote im Frauensport
einsetzen. Weiter hofft sie auf einen warmen Winter, damit die Eishalle
zum geplanten Zeitpunkt fertig wird.
Durch die Hofmannstrasse schlenderten wir zur Rössligasse. Dort erfuhren
wir von Gemeinderat Edi Wettstein Geschichtliches über die renovierte
Untervogtei. Der zweigeschossige Giebelbau mit den unregelmäßig
verteilten Fenstern wird mit Recht als Untervogthaus bezeichnet. Der bedeutendste
Untervogt war Hans Hofmann der 1648 an die Obrigkeit von Zürich das
Gesuch zur Erbauung der reformierten Kirche stellte, die 1649 eingeweiht
wurde. Im selben Haus befinden sich heute die Ludothek, eine Bibliothek
und das Restaurant Rössli.
Auch haben der Stadtammann und die Friedensrichterin ihr Büro an
der Rössligasse 11. Danach lud uns die Friedenrichterin Karin Fischer
Huber in ihr Büro ein, einem der schönsten Räume der Untervogtei,
in dem unter anderem ein alter Kachelofen zu bewundern ist. Sie erzählte
den Anwesenden aus ihrer Arbeit als Friedensrichterin. Das ehemalige Gefängnis,
das nun dem Amt nun als Archiv dient, konnte auch besichtigt werden. Vor
allem die wunderschöne gotische Decke und das antike Schloss an der
Türe sind sehenswert.
Unser Weg führte uns nun zum Jugendtreff Sternen. Dort interviewte
Barbara Sennhauser, ihren Partner Roger Sennhauser, der Präsident
des Trägervereins Sternen ist. Sennhauser durfte berichten, dass
der Jugendtreff sehr gut besucht wird, auch konnten die Betriebszeiten
erweitert werden und die Arbeit im Treff teilen sich eine Sozialarbeiterin
und ein Sozialarbeiter. Barbara Sennhauser, die im Jugendsekretariat arbeitet,
konnte anschaulich aufzeigen, wie wichtig ein gutes Freizeitangebot für
Jugendliche ist, denn so können viele Probleme schon sehr früh
aufgefangen werden. Ernst Wohlwend informierte über die mobile Jugendarbeit,
die ihre Arbeit, ergänzend zum Jugendtreff, im Januar in Seen aufnimmt.
Unser nächster Halt, beim alten Schulhaus am Sägeweg, verband
Geschichte mit der heutigen Schule. Bea Helbling, Schulpflegerin, berichtete,
dass man die "alte Schule," im 17 Jh. als Blockständerbau
wie ein gewöhnliches Wohnhaus erbaute. Später wurde die Schule
zum Gemeindehaus, zur Nähschule und beherbergte den ersten Kindergarten,
mit über 55 betreuten Kindern. Zur Zeit der "alten Schule"
wurden dort alle Kinder aus Seen und den umliegenden Weilern unterrichtet.
Heute haben wir in Seen und den Außenwachten acht Schulhäuser,
in denen etwa 1650 Schülerinnen und Schüler zur Schule gehen.
Zum Abschluss des Rundganges machten wir uns auf zum neuesten Schulhaus
von Seen, dem Schulhaus Oberseen. Eifrig wurde auf dem Weg zum Apéro
und im Hort des Schulhauses weiterdiskutiert. Während dem Umtrunk
fanden die Interessierten, die uns auf dem Rundgang begleitet haben, Zeit
für Fragen an die Anwesenden.
Ein gelungener Rundgang der nicht nur vor allfälligen Wahlen stattfinden
sollte.
Bea Helbling, Vorstand der SP Seen
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